Therapeut:innen-Suche
Häufige Fragen

Antworten, die meistens reichen.

Was kostet die Nutzung?

Für Klient:innen ist sie kostenlos und es entstehen keine Kosten — auch nicht versteckt. Für Therapeut:innen ebenfalls kostenlos; wir bitten lediglich um freiwillige Beiträge zur Deckung der Serverkosten. Es gibt keine kostenpflichtigen Premium-Profile, keine Sichtbarkeits-Pakete und kein Pay-to-Win.

Was bedeutet „Kassenplatz" vs. „Kostenzuschuss" vs. „Selbstzahler:in"?

In Österreich gibt es drei Wege, Psychotherapie zu finanzieren. Kassenplatz (Vollkasse): du zahlst nichts, deine Kasse übernimmt den vollen Honorarsatz — diese Plätze sind in der Praxis allerdings knapp und werden meistens über bundeslandspezifische Versorgervereine vergeben (z.B. in Wien WLP/VPA, in der Steiermark Netzwerk Steiermark/VAPP). Wahltherapie mit Kostenzuschuss: du zahlst das Honorar privat und reichst die Rechnung bei deiner Kasse ein — die erstattet einen festen Anteil (Stand 2026: ÖGK 33,70 €, BVAEB ~50 €, SVS ~50 €, KFA Wien 39 €). Das ist der häufigste Fall. Selbstzahler:in: keine Kassen-Beteiligung, volle Eigenkosten. Bei Therapeut:innen in Fachausbildung unter Lehrsupervision ist kein Kassenzuschuss möglich — Honorare sind dafür oft niedriger.

In der Suche kannst du angeben, was du dir leisten kannst — wir vergleichen automatisch mit dem Eigenanteil nach Zuschuss, nicht dem Brutto-Honorar.

Wie ist Online-Psychotherapie in Österreich geregelt?

Seit dem Psychotherapiegesetz 2024 (§ 39) ist Online-Psychotherapie in Österreich ausdrücklich erlaubt, ergänzt durch die BMSGPK-Richtlinie „Online-Psychotherapie" vom 02.07.2025. Drei Punkte sind dabei zentral:

1. Nur synchron, per Audio + Video. Asynchrone Formate (Chat, E-Mail-Therapie) sind nicht von § 39 PthG gedeckt.
2. DSGVO-konforme Plattform mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Standard-Zoom oder FaceTime ohne Auftragsverarbeitungsvertrag sind problematisch.
3. Einzelfall-Eignung + Dokumentation. Die Therapeut:in entscheidet, ob Online für dein Anliegen passt, und dokumentiert die Begründung (§ 39 Abs. 2). Bei akuten Krisen, Suizidalität oder wenn kein ungestörter privater Raum verfügbar ist, ist Präsenz in der Regel besser geeignet.

Eine eigene Zertifizierung für Online-Therapie schreibt das Gesetz nicht vor; eingetragene Psychotherapeut:innen sind grundsätzlich berechtigt. Bei Therapeut:innen in Fachausbildung gelten ergänzende Regelungen des Ausbildungsträgers.

Quellen: § 39 PthG (RIS), BMSGPK-Richtlinie 07/2025.

Wie funktioniert das Empfehlungs-System?

Du beantwortest sechs Fragen zu Anliegen, Region, Sprache und Kostenträger, und kannst optional in eigenen Worten ergänzen, was dir besonders wichtig ist. Wir vergleichen das mit den Profilen und sortieren nach Übereinstimmung — mit transparenter Begründung pro Treffer. Keine erfundenen Prozentzahlen.

Werden meine Antworten gespeichert?

Standardmäßig nur in deiner Browser-Sitzung — beim Schließen weg. Am Ende der Ergebnisliste kannst du optional zustimmen, dass wir deine Suche für 30 Tage speichern; du bekommst einen geheimen Link, mit dem du wieder reinkommst, plus einen Lösch-Link. Nach 30 Tagen wird der Eintrag automatisch gelöscht.

Wer liest meine Anfrage an eine:n Therapeut:in?

Nur die Therapeut:in selbst. Die Nachricht wird beim Speichern verschlüsselt (AES-256-GCM); selbst Datenbank-Backups enthalten keinen lesbaren Inhalt. Wir auf der Plattform-Seite haben keinen Schlüsselzugriff für deine Klartext-Nachricht.

Bekommen die Therapeut:innen meine Mail-Adresse?

Ja — weil sie dir sonst nicht antworten könnten. Sie ist nur für die jeweilige Therapeut:in sichtbar, nicht öffentlich. Wir geben sie an niemanden weiter.

Was bedeutet das Badge „Selbstangabe — noch nicht geprüft"?

Bei der Registrierung legen Therapeut:innen ihr Profil selbst an. Bis wir den Eintrag mit den offiziellen Listen des Sozialministeriums abgleichen konnten, kennzeichnen wir das offen. Verifizierte Profile tragen ein anderes Badge („Eintrag laut Berufsliste" bzw. „in Fachausbildung unter Lehrsupervision").

Wo finde ich Kassenplätze, wenn hier kaum welche angezeigt werden?

Echte Vollkassen-Plätze sind in Österreich knapp und werden meist nicht über Such-Plattformen vermittelt, sondern direkt über bundeslandspezifische Versorgervereine — z.B. WLP/VPA in Wien, Netzwerk Steiermark/VAPP in der Steiermark, NÖLP in Niederösterreich. Wir haben eine Übersicht aller Vereine pro Bundesland zusammengestellt. Der Weg dort ist erfahrungsgemäß deutlich schneller, wenn du dringend einen Kassenplatz brauchst.

Was, wenn ich akut in einer Krise bin?

Wir sind kein Notdienst und können das nicht ersetzen. In akuten Krisen ist die Telefonseelsorge rund um die Uhr unter 142 erreichbar, bei Lebensgefahr die Rettung unter 144.

Setzt ihr Künstliche Intelligenz ein?

Aktuell nicht. Unsere Empfehlungen entstehen durch eine nachvollziehbare Score-Berechnung aus deinen Angaben — also reine, dokumentierte Statistik. Falls wir später semantisches Matching einführen (für besseren Freitext-Abgleich), dann ausschließlich mit europäischen Anbieter:innen oder selbst gehostet, und mit klarem Hinweis darauf. Wir versprechen keine Black-Box-Lösungen.

Werden meine Daten an Dritte weitergegeben?

Nein. Es gibt keine Werbung, keine externen Tracker, keine Drittanbieter-Schriftarten, keine Karten-Einbettungen. Die Plattform läuft self-hosted in Österreich.

Ich bin Therapeut:in — wie schnell bin ich sichtbar?

Konto in unter einer Minute, Profil-Wizard in 10–15 Minuten. Veröffentlichen kannst du selbst — Verifikation gegen die Berufslisten läuft im Hintergrund. Bis dahin trägt dein Profil sichtbar den Hinweis "noch nicht geprüft".